Warum ich mich für TASTE entschieden habe

Als mein Sohn Nico im Winter 2007 auf einmal davon redete, dass er als Austauschschüler nach Amerika möchte, dachte ich erst einmal nur an eine Phase und hoffte, dass sie sich wieder legen würde. Doch in regelmäßigen Abständen brachte Nico immer mal wieder seinen Wunsch hervor und weil nun schon einige Zeit verstrichen war, dachte ich, ich müsste jetzt wohl langsam mal in die Puschen kommen, wenn er im Sommer tatsächlich los will.

Interessehalber habe ich erst einmal im Internet gedaddelt, da ich keine Ahnung hatte, wie so ein Austauschjahr überhaupt organisiert wird. Dabei bin ich auf verschiedene Organisationen gestoßen und hatte nun die Qual der Wahl. Natürlich lockten dabei auch schon mal die günstigen Preise einiger Organisationen, doch anhand der Aufmachung der Homepages (oder auch Adressenangaben nur mit Postfach...) konnte ich erahnen, dass wohl nicht viel dahintersteckt.

Dann entdeckte ich TASTE und war von der Homepage total begeistert! Sie enthält wahnsinnig viele Informationen und man kann sich stundenlang von einem Thema zum nächsten klicken. Das Forum überzeugte mich dann, dass ich mit TASTE eine gute Wahl treffen würde. Also rief ich dort an, um mich zu erkundigen, ob für das Schuljahr 08/09 überhaupt noch ein Platz frei ist. Kurz vor Bewerbungsschluss standen noch einige Plätze zur Verfügung und nun lag es an uns, ob wir Nägel mit Köpfen machten oder nicht. 

Unverbindlich schickte Nico seine deutsche Bewerbung ab, während ich mich darum kümmerte, ob wir das Finanzielle hinbekämen. Doch wo ein Wille ist, ist auch ein Weg und Nico steuerte einen nicht ganz unerheblichen Batzen Gespartes bei, um seinen Wunsch verwirklichen zu können. Es dauerte nicht lange und Nico bekam die Einladung zum Interview. Auf dem Weg nach Hannover kamen wir am Flughafen Langenhagen vorbei und beim Anblick der startenden Maschinen wurde mir doch etwas unwohl bei dem Gedanken, dass Nico demnächst darin sitzen könnte...

Das Interview verlief recht gut und wir konnten mit der amerikanischen Bewerbung loslegen. Diese war noch etwas aufwändig, aber auch die gehassten Impfungen hat Nico gut überstanden. Mittlerweile waren wir in der verbindlichen Phase angelangt und so stellte sich uns nicht mehr die Frage `Tun wir’s oder tun wir’s nicht`.

Anfang März schickten wir die Bewerbung los und nun kommt das Unfassbare: Drei Wochen später erhielt Nico einen Anruf von TASTE: Nico, wir haben eine Gastfamilie für dich! Wir waren total platt, weil wir dachten, dass die ganze Bearbeitung und Suche nach der passenden Gastfamilie sicherlich noch etliche Wochen in Anspruch nehmen würde.

Und jetzt kommt noch der Hammer: Nico landet in Fresno, Kalifornien!

Also noch mal kurz zusammengefasst: Austauschschüler? Ja! Organisation? TASTE! Interview, Bewerbung, Gastfamilie!

Alles ging so schnell und reibungslos, wofür ich TASTE 1000 x danken möchte. TASTE ist gut organisiert, sehr freundlich und familiär. Alle Mitarbeiter sind sehr bemüht, ich fühlte mich dort von Anfang an gut aufgehoben.

Die Telefonate während der Vorbereitungszeit waren sehr kompetent und ich habe sie sehr genossen, doch jetzt habe ich keinen Anlass mehr zum Telefonieren und wollte mich darum einmal auf diesem Wege bei allen TASTE - Mitarbeitern für den reibungslosen und zügigen Ablauf, die freundliche Beratung und vor allem auch die tollen Vorbereitungsseminare, bei denen wichtige Dinge aus der Sicht der Eltern und aus der Sicht der Kinder angesprochen wurden, bedanken.

Tja, mittlerweile ist Nico schon 4 Monate „drüben“. Ich komme eigentlich ganz gut damit klar, da ich weiß, dass Nico wirklich gut aufgehoben ist. Mit Nicos Gastmutter Kathy habe ich schon eine regelrechte E-Mail-Freundschaft, da wir uns seit April mindestens zwei E-Mails in der Woche schreiben, wodurch mein Schulenglisch auch endlich mal wieder aktiviert wird. Letzten Sonntag habe ich mit Kathy geschlagene zwei Stunden telefoniert und ich freue mich schon sehr darauf, sie persönlich kennen zu lernen, wenn wir Nico im Juni abholen werden. Kathy wird jetzt schon ganz traurig zumute bei dem Gedanken, dass Nico sie im Sommer verlassen wird. Am liebsten würde sie ihn adoptieren. Ich denke, ein besseres Kompliment kann man als Eltern gar nicht bekommen.

Ich bin sehr glücklich und bereue nicht einen Tag, Nico losgeschickt zu haben. Ich bin glücklich über Nicos spontane Idee. Ich bin glücklich darüber, die richtige Organisation gefunden zu haben. Ich bin glücklich, mit gutem Gefühl meinen Sohn loslassen zu können. Ich bin glücklich, eine amerikanische Freundschaft zu pflegen. Aber hauptsächlich bin ich glücklich, weil Nico glücklich ist! 

Ich hoffe, mit meinen Gedanken auch Sie glücklich zu machen, liebes TASTE-Team.

Silke W.

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