Erfahrungsberichte von TASTE Schülern in Neuseeland

Lest von den Erfahrungen, die unsere TASTEies während ihres Schüleraustauschs in Neuseeland gemacht haben:

Meine Zeit am Otaki College

Kia Ora an alle!

Ich lebe nun schon 3 Monate hier in Neuseeland, und meine Zeit hier ist schon halb rum! Die letzten Monate sind sehr schnell vergangen und ich habe viel erlebt.

Die ersten Wochen hier waren wirklich einfach und ich habe mich gut eingelebt. Weder von der Sprache her hatte ich Probleme (davor hatte ich vorher am meisten Angst) noch von den Leuten, die hier alle wirklich sehr Gastfreundlich sind. Meine Gastfamilie ist die beste überhaupt, und ich habe zwei kleinere Gastbrüder, eine kleinere Gastschwester und einen koreanischen Austauschschüler als großen Gastbruder. Mit meinen Gastgeschwistern verstehe ich mich sehr gut, besonders mit meinem großen Bruder, und ich kann mit ihnen viel unternehmen.

Das Schulsystem hat mich dann doch überrascht, da es sich komplett von dem deutschen unterscheidet. Ich bin hier in der 12ten Klasse und trotzdem sind alle Fächer unglaublich einfach... Man kann sich als Schüler 5-6 Fächer aussuchen und es gibt keine Vorschriften, welche das sind.

Bewertet wird man nicht nach der mündlichen Mitarbeit, wie in Deutschland, sondern man bekommt für erfüllte Assesments eine bestimmte Anzahl von Credits. Am Ende des Jahres muss man eine festgelegte Anzahl von Credits haben, um weiterzukommen ins nächste Jahr.

Ich finde das Schulsystem recht sinnvoll, da es so keine Ungerechtigkeiten in der Bewertung gibt. Allerdings ist der Bildungsstandard auch recht niedrig hier, wenn man bedenkt, dass die Schuler in Mathe klasse 11 binomische Formeln machen...

Die Fächer, die ich gewählt habe sind Math, Outdoor Education, Computing, Physics, Digital Media und Englisch. Alle Fächer habe ich gleich viel in der Woche, nämlich insgesamt 4 Stunden.

Das wohl beste Fach ist Outdoor Education finde ich. Hier lernt man die unterschiedlichsten Dinge über das Verhalten draußen. Dabei macht man auch viele Ausflüge. Gleich am Anfang haben wir den sogenannten Alpine trip gemacht. Darauf mussten wir uns vorbereiten, indem wir das Essen für eine ganze Woche planen und selber mitnehmen. Für den Trip sind wir 300km in die Berge gefahren. Dort lag circa 1-1,5 Meter hoch Schnee! Mit unseren Lehrern haben wir dann die unterschiedlichsten Sachen gemacht. Am besten gefallen hat mir der Bau einer Schneehöhle, worin wir die folgende Nacht auch geschlafen haben. Es war sehr spannend zu sehen wie man so eine Höhle konstruiert, dass sie auch den Wetterbedingungen standhält.

In der Nacht in der Schneehole sind wir sogar eingeschneit worden und mussten und am Morgen herausbuddeln. Es war eine einzigartige Erfahrung und das war nur eines der vielen Sachen die wir auf den Outdoor Education Trips erlebt haben...

Aus der Schule besteht hier fast der ganze Alltag, da sie bis 3:30 Uhr nachmittags geht. Danach kann man dann noch verschiedenen Sport machen. Ich war eine Zeit lang im Rugbyteam und habe dort mitgespielt. Allerdings war die Rugby Saison in der die Spiele stattfanden vor einigen Wochen vorbei. Jetzt mache ich einen Kampfsport namens Jin Jitsu.

Außerdem gehen wir an manchen Wochenenden auch surfen an dem wunderschönen Strand von Otaki. Das Surfen macht viel Spaß, vor allen Dingen jetzt, wo es wärmer wird hier.

Abgesehen von dem Strand ist die kleine Stadt wo ich hier bin eher Langweilig... Es gibt nicht viel zu tun, aber zum Glück habe ich meine Gastbrüder mit denen ich im Garten Fußball spielen kann. Ansonsten gehe ich auch gerne mal mit ein paar Freunden Basketball spielen, in den Otaki Pool oder anderes in meiner Freizeit.

Vor ein paar Tagen bin ich von einer 9 tägigen Südinsel Tour zurückgekommen. Auf dieser Tour habe ich viel von der beeindruckenden Natur Neuseelands gesehen. Wir waren mit einer Gruppe aus 25 Leuten unterwegs, welches allerdings fast alles Deutsche waren :)

Wir sind rund um die Südinsel gereist und haben Sachen gemacht, wie bungy jump oder mit Delfinen zu schwimmen. Diese Tour war ein weiteres Highlight meines Aufenthaltes hier.

Nun aber noch einmal vielen Dank an alle die mich unterstützt und motiviert haben ins Ausland zu gehen. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf Deutschland und vermisse alle sehr.

Grüße
Simon

Das Land der langen, weißen Wolken

(...) Seit ein paar Wochen denke und träume ich auch bereits in Englisch, ich habe den Wechsel von Deutsch zu Englisch jedoch erst einmal gar nicht richtig bemerkt. (...)

Liebe TASTEies,

ich melde mich auch endlich mal aus dem Land der langen weißen Wolke, Neuseeland.

Seit meiner Ankunft in Auckland sind bereits mehr als 3 Monate vergangen und ich kann gar nicht glauben, wie schnell die Zeit vergeht. (Besser gesagt ich möchte es gar nicht glauben. :P)

Ich habe hier bereits viele sympathische und lebensfreudige Menschen kennengelernt, habe Freundschaften geschlossen und tolle, wenn auch anstrengende, Abenteuer mit meiner Outdoor Education-Klasse erlebt.

Auf dem linken Bild bin ich auf der Spitze der Pinnacles in der Coromandel. Wir haben eine 3-Tage Wanderung zu den Pinnacles unternommen. Das zweite Bild ist ebenfalls auf einem der OED-Trips entstanden, auf welchem wir den Great Walk um den Lake Waikaremoana innerhalb von 4 Tagen gewandert sind.

Ich lebe mich bei meiner neuseeländischen Familie und in meiner Schule (Howick College) immer mehr ein. Es fühlt sich sogar schon normal an eine Schuluniform zu tragen!

Mein Englisch wird von Tag zu Tag besser, wodurch mein Deutsch jedoch von Tag zu Tag schlechter wird.. but who cares, aye?! Seit ein paar Wochen denke und träume ich auch bereits in Englisch, ich habe den Wechsel von Deutsch zu Englisch jedoch erst einmal gar nicht richtig bemerkt.

Meine Gasteltern sind echt liebenswerte, humorvolle Menschen, mit denen ich mich echt gut verstehe und auch oft etwas zusammen unternehme. Und unsere Hündin Fudge kann man einfach nur lieb haben.

Für mich stehen jetzt nur noch ein paar Tage Schule an und dann beginnen für mich auch schon die Sommerferien, in denen noch mehr Abenteuer und schöne Erinnerungen auf mich warten... (Reise nach Australien, Outdoor Climbing auf der Südinsel, etc.)

Liebe Grüße,

Muriel K.

Mein Leben am Otaki College

(...) Schule ist auch nicht mehr so „komisch” oder “anders” wie es zu Anfang schien. Es ist irgendwie alles normal und ich hab mich auch ziemlich schnell eingewöhnt. (...)

Hallo ihr Lieben,

erst mal ganz liebe Grüße vom anderen Ende der Welt. Es ist unglaublich, ich bin jetzt schon ein halbes Jahr hier, das ist echt nicht zu fassen, die Zeit vergeht so schnell. Dennoch habe ich manchmal das Gefühl, dass ich erst vor wenigen Tagen angekommen bin. Dann ist da aber auch noch dieses Gefuehl, dass ich schon irgendwie immer hier gewesen bin, da alles so vertraut erscheint, meine Gastfamilie, meine neuen Freunde usw.

Schule ist auch nicht mehr so „komisch” oder “anders” wie es zu Anfang schien. Es ist irgendwie alles normal und ich hab mich auch ziemlich schnell eingewöhnt. Am ersten Schultag hab ich mich mit Hilfe von Diane Thomsen, der International Student Coordinator am Otaki College, durch die Schule gekämpft. Mrs Thompsen ist immer als Ansprechpartner für die Austauschschüler da, ebenso versucht sie nach besten Möglichkeiten zu helfen. Das hat mir mein Leben hier in Neuseeland etwas einfacher gemacht. Als weitere Person ist da noch Melody Paroli, sie ist die Homestay Coordinatori und ebenso für die Austauschschüler am Otaki College zuständig. Sie versucht genau so wie Mrs. Thomsen allen Austauschschülern zu helfen. 

Das sind erst einmal die wichtigsten Personen an der Schule für mich und ich bin froh, dass ich sie habe. Ebenfalls ganz wichtig ist meine Gastfamilie, sie ist super nett und ich komme gut mit ihnen aus.

Der Schulalltag am Otaki College sieht so aus, dass die erste Stunde um 8.45 Uhr anfängt und dann 50 Minuten dauert, genau wie alle anderen Stunden auch. Nur Montags gibt es eine Sonderregelung, da Montags immer Assembly ist. Da trifft sich die ganze Schule in der Aula und es werden Ankündigungen gemacht. Schule dauert bis 15.05 Uhr und man hat von 12.20 bis 13 Uhr Lunchtime.

Meine Stunden habe ich gefüllt mit verschiedensten Fächern. Das interessanteste ist für mich das Fach ‚Outdoor Education’. Da lernt man Dinge, wie z.B. wie man sich einen Iglu baut, für den Fall, dass man im Winter irgendwo mal eingeschneit ist und man macht noch viele andere Aktivitäten in der Natur.

Es gibt hier so viel zu berichten, damit könnte ich jetzt schon ein ganzes Buch füllen. Und ich habe ja noch sieben Monate vor mir…

Jetzt habe ich zwei lange Monate Sommerferien über Weihnachten. Da wird sicher noch einiges für das Buch hinzu kommen. Ich werde Weihnachten im Sommer am Strand verbringen. Das wird bestimmt eine total tolle Erfahrung!

Schule war bis jetzt sehr gut und hat echt Spaß gemacht. Ich wurde super von den meisten Schülern aufgenommen, da es für sie faszinierend ist, wenn man neben Englisch noch eine andere Sprache spricht oder gar aus Europa kommt.
Man hat so echt tolle Erlebnisse und darf sich nicht wundern, wenn die Neuseeländer denken, dass Italien ja direkt um die Ecke von Deutschland ist.

Manchmal war ich aber auch etwas schockiert. z.B. wenn man neu in eine Klasse kommt und erzaehlt, dass man aus Deutschland ist und dann beim naechsten Mal mit “Sieg Heil” oder “Heil Hitler” angesprochen wird. Da sollte man aber nicht beleidigt sein, sondern einfach ruhig erklären, dass das Geschichte ist. Auch für solche Erklärungen ist man als ‚Botschafter Deutschlands’ im Gastland zuständig! Die meisten Kiwi-Schüler haben das Thema nicht in Geschichte behandelt oder interessieren sich nicht dafür, da Deutschland für sie ein Land ist, das sehr weit weg ist und keinen Einfluss auf sie hat. Dennoch haben sie Interesse, wenn man es ihnen direkt als Deutscher erklärt. Das sind Erfahrungen die man im Kopf behält. Aber man macht überall neue und meist positive Erfahrungen, wie schon genannt in der Schule und mit den neuen Freunden usw.

Bis jetzt war meine Entscheidung einen Austausch nach Neuseeland zu machen, die beste die ich in meinem ganzen Leben bisher gemacht habe und ich hoffe, dass noch mehr Schüler den Weg gehen und ein unbeschreibliches Jahr oder auch “nur” Halbjahr in Neuseeland verbringen werden!

Martina

Alltagsleben in NZ

Hallo ans andere Ende der Welt!

Mit meiner Gastfamilie ist es immer noch total toll und ich fühle mich einfach pudelwohl hier. Nachdem wir das Wochenende bei Verwandten und in Auckland verbrachten haben, ging dann am Montag auch schon die Schule los.

Erst einmal mussten die ganzen International Students aus Deutschland, Italien und Asien) ca. 2 Stunden einen Englischtest schreiben. Der war dafür da, dass die Schule unser Englisch besser einstufen kann. Danach haben wir unsere Fächer gewählt und haben unsere Schuluniformen bekommen und sowas alles. Und dann hat uns eine Austauschschülerin, die schon länger da war, das Schulgelände gezeigt. Somit war der erste Schultag für uns auch schon wieder vorbei.

Am Nachmittag habe ich noch meine Gastschwester aus Korea kennengelernt und bin später mit den anderen Austauschschülern in die Mall gefahren. Mittlerweile ist es schon Tradition geworden bei jedem Mall-Besuch zu Starbucks zu gehen und einen leckeren Caramell Frapoccino zu trinken.

Am Dienstag war dann mein erster richtiger Schultag. Ich habe Englisch, Kunst, Französisch, Mathe und Geschichte gewählt. Die Schule hier ist wirklich total anders als in Deutschland. Es gibt keine mündliche Beteiligung und dadurch ist der Unterricht oft fad. In meinem Englischkurs jedoch diskutieren wir ständig! Wir lesen gerade McBeth von Shakespeares.

Die Schule beginnt jeden Tag um 8.40 Uhr los. Ich stehe immer gegen 7 Uhr auf, mach mich morgens fertig, frühstücke und gehe dann gemütlich um 8.30 Uhr los, weil ich ja nur 5 Minuten zur Schule brauche. Und dann beginnt auch schon die erste „Period“. Eine „Period“ dauert 60 Minuten. Nach den ersten beiden „Periods“ ist „Tutor Time“. Jeder Schüler ist in einem der 6 Häuser unserer Schule eingeteilt. Jedes Haus ist wiederum in verschiedene Tutor-Gruppen aufgeteilt, in denen man wichtige Informationen bespricht. „Tutor-Time“ gibt es jeden Tag. Mal 15 und mal 30 Min. Danach hat man immer noch Pause bevor die nächsten beiden Periods  beginnen. Danach ist 40 Min. Lunch Time und dann gibt es noch mal ein Period. Um 15.05 Uhr oder um 15.30 Uhr ist dann die Schule vorbei.

Seit kurzem bin ich auch in unserer Schul-Hockeymanschaft! Das ist so cool und ich bin stolz, dass ich es ins Team geschafft habe. Dienstags haben wir immer Training und donnerstags ein Spiel. Ich bin zwar nicht ganz so gut, aber Hauptsache es macht Spaß und man bewegt sich ein bisschen! Unser erstes Spiel haben wir leider verloren, es war aber trotzdem einfach nur genial!

Viele Grüße

Eure Josi

Avondale College

Hallo!

Hab es endlich geschafft, an einen PC zu kommen und kann mich jetzt bei euch aus dem schönen Auckland melden. Hier ist es wirklich schön. Es ist zwar Winter und es regnet manchmal, aber die Sonne kommt trotzdem jeden Tag raus.

Mit meiner Familie ist auch alles super! Hayley und Tosh (meine Gasteltern), beide noch voll jung, sind total nett und Phoebe (meine 5-jaehrige Gastschwester) ist zwar meistens ziemlich aufgedreht, aber voll niedlich. Am Anfang war es zwar etwas komisch, plötzlich in einer fremden Familie zu leben und sich in ein bereits bestehendes Familienleben einzubringen, aber jetzt fühl ich mich hier wohl.

In der Schule hab ich mich schon mit einigen Neuseeländern angefreundet. An den ersten zwei Tagen saßen wir nur im International Student Office rum, haben Tests geschrieben und unsere Fächer gewählt (ich hab Maths, English, Science, History, Spanish & Dance). Da dort vieles Organisatorisches geregelt werden musste, waren wir nur mit Deutschen oder anderen Austauschschülern zusammen.

Als ich dann das erste Mal in meiner History-Class war, haben mich gleich ein paar Mädels gefragt, ob ich mit ihnen in der Pause was machen will. Die Mädels haben mich dann vielen Leuten vorgestellt, die mich alle mit Fragen gelöchert haben. Gestern hatte ich mich auch schon mit einem Mädchen verabredet, die mir ihre Tanzschule zeigen möchte. Diese hatte allerdings aufgrund der Ferien noch geschlossen und ich bin dann noch mit zu ihr nach Hause gekommen.

Im Moment ist hier doch noch vieles ziemlich fremd und manchmal frage ich mich, warum ich jetzt nicht einfach zu Hause in Deutschland sein kann, aber im nächsten Moment gibt es wieder irgendwas: z.B. die netten, hilfsbereiten, aufgeschlossenen Kiwis (=Neuseeländer), was mich hier wieder immer mehr wie zu Hause fühlen lässt. Im Allgemeinen bin ich  froh, jetzt hier sein zu können und ein Jahr hier zu leben!

Ganz liebe Grüße,

eure Miriam

Die Zeit nach dem High School Jahr

(…) Die erste Zeit war auch noch komisch hier in Deutschland, denn irgendwie muss man sich doch erstmal wieder an seine Freunde gewöhnen, aber es geht dann doch recht schnell. Schneller als ich gedacht hatte. Ich hatte mir auch vorgestellt dass es schwieriger werden würde. Am Anfang, so die ersten Wochen vergleicht man auch noch ständig und fühlt sich noch so ein bisschen wie ein Zuschauer. (…)


Hallo TASTEler,

hier ist die Franzi, die grade (oder eigentlich schon vor einiger Zeit) aus Neuseeland zurückgekommen ist. Um genau zu sein am 2.September. Aber ihr wisst ja wahrscheinlich wie das ist, man kommt zurück und fährt erstmal von danach da, besucht alle Verwandten und Bekannten und will auch noch ein wenig Zeit mit seinen Freunden verbringen, die man schließlich auch ein halbes Jahr nicht gesehen hat. Bei mir kam dann noch dazu dass 10 Tage nachdem ich wieder da war die Schule schon wieder losging und in der Kollegstufe schonen einen die Lehrer nicht mehr in den ersten 2 Wochen wie das noch war als man noch kleiner war sondern da gibt’s in der ersten Stunde gleich saftig Hausaufgaben auf.

Ich bin also eigentlich seit ich wieder da bin schon wieder voll eingespannt. Aber heute dacht ich mir, dass ich mich doch eigentlich auch bei euch noch mal melden will um einerseits zu sagen dass ich wieder gut angekommen bin und mich aber auch noch mal zu bedanken für die tollen 7Monate, die bestimmt eine der tollsten Zeiten meines Lebens waren. Und das wäre ohne euch bestimmt nicht möglich gewesen. Schon allein Waiheke High School...die muss man ja erstmal finden...und ich bin so froh dass ich genau dort war und wäre auch auf keiner anderen Schule lieber gewesen. Es hat so einen wahnsinnigen Vorteil auf einer kleinen Schule zu sein. Nach ein zwei Monaten kannte ich echt alle Gesichter und das macht einem gleich alles viel vertrauter. Auch Waiheke an sich ist einfach nur ein Paradies für einen Austauschschüler. Mal ganz abgesehen von den tollen Stränden, findet man sich einfach viel schneller zu Recht als in irgendeiner Großstadt. Und es sind einfach alle soooooooo supernett. Zum Beispiel fehlt mir auch total, dass man den Busfahrer grüßt und sich dann beim Aussteigen mit einem fröhlichen "Thanks Driver" bedankt, worauf vom Fahrer ein "thanks love. have a good day" zurückkommt.

<p">Und ich vermisse vor Allem meine "neuen" Freunde dort. Man glaubt gar nicht dass man sich nachdem man sich ein halbes Jahr kennt schon so vermissen kann. Ich wäre echt so gerne noch länger geblieben, aber es ging leider nicht. Ich habe Bruno und Ellen sooooo beneidet, dass sie grade erst angekommen waren und dass sie noch ihren ganzen Aufenthalt vor sich hatten als es für mich schon langsam Koffer packen hieß. Mir kam es so vor als wäre die Zeit einfach so schnell davongerast. Aber ich kann mich trotzdem an alles erinnern. Insgesamt kommt es mir auch jetzt nach fast 3 Monaten noch gar nicht so lange vor. Nicht so als ob ich schon fast 3 Monate wieder da bin. Die Zeit wieder hier ist auch so wahnsinnig schnell vergangen.

Die erste Zeit war auch noch komisch hier in Deutschland, denn irgendwie muss man sich doch erstmal wieder an seine Freunde gewöhnen, aber es geht dann doch recht schnell. Schneller als ich gedacht hatte. Ich hatte mir auch vorgestellt dass es schwieriger werden würde. Am Anfang, so die ersten Wochen vergleicht man auch noch ständig und fühlt sich noch so ein bisschen wie ein Zuschauer. Denn es ist ja alles schon vertraut aber man muss sich wieder an die Leute und ihre Eigenheiten gewöhnen. Man will auch wahnsinnig gerne erzählen aber irgendwann, wenn einen der hundertste gefragt hat "und, wie war’s?" geht’s einem schon fast auf die Nerven weil man ja doch jedes Mal sozusagen von vorne anfängt und das gleiche erzählt. Man will aber auch nicht zu viel erzählen denn man will ja auch nicht, dass es dann heißt "die labert ja sowieso wieder nur von Neuseeland und will toll es da war!" Am interessantesten ist es eigentlich wenn ich mich mit Freunden unterhalte, die auch selber im Ausland waren. Die stellen auch ganz andere Fragen, habe ich festgestellt. Sie waren ja in derselben Situation und wissen daher wie man sich fühlt als Austauschschüler.

Uii, jetzt hab ich aber schon lang geschrieben und wahrscheinlich bekommt ihr eh immer dasselbe erzählt wenn Leute zurückkommen also mache ich an dieser Stelle mal Schluss und sende liebe Grüße

Die Franzi

Waiheke Island

"(...) Gegend ist super, ich bin auf Waiheke Island, eine Insel neben Auckland. Die Insel ist super schön und man ist in 35 Minuten mit dem Boot in Auckland City. (...) Wir waren schon zusammen in Rotorua, das ist südlich von Auckland und in Tabou, außerdem war ich in Whangarei, das ist im Norden von Auckland. Es ist wunderbar hier! (...)"


Hallo an alle!

Ich bin jetzt schon seit drei Monaten hier und es ist im Großen und Ganzen wunderbar. Die Gegend ist super, ich bin auf Waiheke Island, eine Insel neben Auckland. Die Insel ist super schön und man ist in 35 Minuten mit dem Boot in Auckland City.

Meine Gastfamilie ist super nett. Ich habe zwei kleine Schwestern, die 5 und 10 Jahre alt sind. Mein Gastvater ist Polizist und meine Gastmutter arbeitet halbtags in einem Weinunternehmen.

Wir waren schon zusammen in Rotorua, das ist südlich von Auckland und in Tapou, außerdem war ich in Whangarei, das ist im Norden von Auckland. Es ist wunderbar hier!

Das Wetter wird immer besser, die ersten Wochen habe ich teilweise gefroren, aber jetzt haben wir Frühling. Gestern hatte ich meinen ersten Boots Trip mit meinen Freunden James, Dave, Richie und Ines. Wir sind von Onetangi Beach, das ist dort wo ich lebe, zu einem Strand gefahren wo man nur mit dem Boot hinkommen kann. Es war einfach nur geil!

Mit der Schule läuft es gut. Ich hab schon meine ersten Report (vierteljähriges Zeugnis) bekommen und er ist nicht schlecht ausgefallen. Ich habe viel As und Bs und ein C - das ist dann eine 3. Die Schulreporte sind hier ganz anders, jeder Lehrer schreibt zu jedem Schüler ein paar Worte und der Schüler wird in mehreren Sachen benotet als nur in dem Fach und das ist dann die Note, also z.B. in Englisch Reden, Lesen, Hausaufgaben, Pünktlichkeit, Selbst Management, kooperativ sein mit den Mitschülern und Lehrern.

Die Schule ist im Allgemeinen sehr anders. Du hast eine Klasse, wo du jeden Morgen, wenn die Schule anfängt um 8:30uhr hingehst und dort bist du für 10 Minuten,(„fom class“ ist der Name dafür) dort werden dann die Nachrichten vom Tag vorgelesen und gecheckt, ob du da bist und ob du deine Uniform an hast. Danach geht man in den Unterricht. Eine Schulstunde dauert 50 min. Nach zwei Stunden hat man 20 Minuten Pause und dann noch mal zwei Stunden, dann hat man für 50 Minuten Lunch Time. Montags haben wir nach der 4. Stunde 20 Minuten lang Assembly und am Dienstag haben wir nur 40 Minuten Lunchtime, weil das der kurze Tag ist und von Mittwoch bis Freitag haben wir nach den 50min lunchtime noch 20min reading time, d. h. man geht wieder in seine form class und liest für 20 Minuten still. Danach hat man noch mal zwei Stunden Unterricht und dann ist um 15:10 Uhr die Schule aus.

Die Freizeit ist also nach der schule begrenzt, vor allem für mich, weil ich in der Schulzeit spätestens um 21Uhr daheim sein soll. Das ist auch richtig so, weil man doch sonst sehr müde ist.

Die Schuluniform sieht gut aus: man kann einen Rock, eine Hose oder Shorts tragen. Es gibt zwei Arten von T-Shirts und einen Pulli und eine Jacke. Dann gibt’s noch ein langärmliges Shirt und eine Weste. Alles ist dunkel blau und die T-Shirts sind hellblau.

Am 15. November fliege ich auf die Südinsel und verbringe dort zwei Wochen. Das ist eine organisierte Reise und wir reisen auf der ganzen Insel rum. Ich kann es kaum erwarten, dort zu sein. Ich habe jetzt noch zwei Wochen Schule und dann hab ich ca. 2 - 3 Monate Sommerferien. Ich freu mich schon drauf und hoffe, dass es super gut wird.

Jetzt zum Sozialleben: Freunde zu finden ist eigentlich einfach, solange du für alles und jeden offen bist. Dafür, dass ich 3 Monate hier bin, bin ich schon sehr beschäftigt mit meinen Freunden. Am Wochenende bin ich fast immer auf Partys und wenn nicht dann setzt man sich mit Leuten zusammen, redet oder schaut einen Film oder man macht ein Barbecue am Strand.

Das Englisch ist auch kein Problem mehr. Verstehen tut man alles, ausdrücken kann ich mich auch immer und ich denke und träume in Englisch.

Seid alle gegrüßt und gedrückt.
Eure Meike W.

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