von Taste

Ins Ausland trotz Corona?

Um den zukünftigen TASTies einen kleinen Eindruck zu geben, wie ein High School Jahr mit Corona aussehen kann, haben wir ein paar Erfahrungsbericht von unseren Schülern gesammelt.

 

Mette-Marie in Indiana

Liebe TASTies,

Ich bin jetzt schon 6 Wochen hier, was ich gar nicht so richtig glauben kann. Die Zeit vergeht so schnell!

Durch Corona wurden hier einige Dinge abgesagt wie die Fair oder auch das Musikfestival, was natürlich schade ist. Auch wenn viele Schüler virtuell an der Schule teilnehmen, macht es mega Spaß und ist natürlich auch cool, dass die Sportarten stattfinden, wenn auch eingeschränkt durch beispielsweise eine Ticketbeschränkung.

Auch wenn Corona schon präsent ist in diesem Jahr, bin ich immer noch überglücklich hier sein zu können und doch so viel zu erleben. Meine Familie ist ganz toll und auch die Leute, die ich bisher kennengelernt hab, sind alle super nett. Ich muss aber zugeben, Schüler kommen nicht so auf einen zu, wie man's vielleicht erwartet!

Bisher gab's noch keine Spur von Heimweh und auch wenn Schule anstrengender ist als erwartet, bin ich jeden Tag voller Elan und Freude, einfach, weil ich in dieser crazy Zeit herkommen konnte.

Mein Deutsch fängt an zu bröckeln und ich muss öfters mal den gleichen Satz zweimal lesen um zu wissen, ob das richtige Grammatik ist, von daher tut es mir leid, wenn hier Fehler drinnen sind! Mir fällt es inzwischen einfacher auf Englisch zu reden und zu schreiben als auf Deutsch und das macht richtig Spaß!

Ich hoffe euch allen geht es gut da drüben und ganz tolle Leistung von euch allen, großes Dankeschön nochmal, dass ihr uns das hier ermöglicht!

Liebe Grüße nach Deutschland

Mette-Marie

Ronja in Oklahoma

Hallo ihr,

mein Name ist Ronja und ich bin 16 Jahre alt. Derzeit verbringe ich ein Auslandsjahr in den USA, genauer gesagt in McLoud/Oklahoma. Es ist ein kleiner Ort mit 4000 Einwohnern/innen in der Nähe von Oklahoma City. Meine Schule ist auch sehr klein, wir sind ca. 400 Schüler/innen.

Die Situation hier ist ziemlich ähnlich wie in Deutschland. Mein Leben hier fühlt sich sehr normal an, abgesehen von einigen Schutzmaßnahmen, wie zum Beispiel Maske tragen an öffentlichen Orten oder in Gebäuden, wie z. B. in der Schule oder das Desinfizieren von Tischen und Computern nach jedem Gebrauch. Doch dadurch kann ich ganz normal zur Schule gehen. Der Unterricht und die ganzen Nachmittagsaktivitäten, wie zum Beispiel Band oder Football, finden auch statt.
Da wir an meiner Schule die Wahl haben online oder vor Ort am Unterricht teilzunehmen, sind wir in einigen Fächern manchmal nur in kleinen Gruppen in der Schule, mit 10 oder noch weniger Schüler/innen. Dadurch haben die Lehrer/innen für uns viel mehr Zeit als sonst und können viel mehr helfen.

Zum Thema Freunde: Freunde habe ich hier sehr schnell gefunden. Die meisten sind sehr offen und hilfsbereit. Viele sind neugierig, weil man die Neue ist und jeder möchte mit einem befreundeten sein. Auch nach 2 Monaten werde ich immer noch oft von Lehrern/Lehrerinnen in der Schule angesprochen und zum Beispiel danach gefragt, wie ich es hier finde. Wenn man offen ist und auf die Leute zugeht, findet man ganz schnell Anschluss. Also, ich würde sagen, dass ist das Einfachste in der Schule.

Wenn Ihr gerne auch ein Jahr hier verbringen möchtet, aber wegen Corona und Fliegen ein bisschen Angst habt... ich kann Euch sagen: Ja, ich war ziemlich aufgeregt und hatte auch ein bisschen Angst. Aber die braucht Ihr nicht zu haben. Die Flughäfen sind alle super leer und jeder sitzt alleine in einer Reihe im Flugzeug. Außerdem musste ich die ganze Zeit im Flugzeug eine Maske tragen. Das klingt vielleicht anstrengend, aber nach einer Stunde hatte ich mich schon daran gewöhnt.

Also, wenn Ihr Euch noch nicht ganz sicher seit, ob ihr es wirklich machen wollt, macht es! Ich sage Euch, wenn ihr es nicht macht, werdet Ihr es später bereuen. Es ist einfach eine unglaubliche Zeit und obwohl ich erst 2 Monate hier bin, habe ich schon so viel erlebt, was ich nie wieder vergessen werde. Ja, traut Euch und lasst Euch nicht von der aktuellen Situation abschrecken.

Viele liebe Grüße
Ronja

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